Diese Verfahren dienen dazu, Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körper auszuleiten, chronische Prozesse zu lösen oder das Immunsystem anzuregen. Die Haut (unser größtes Organ) wird zur Reinigung des gesamten Organismus angeregt, indem die Durchblutung und der Lymphfluss optimiert werden und so die Ausleitung unnötiger Stoffe gelingt. Es wird entweder direkt oder über der entsprechenden Reflexzone (meist am Rücken) behandelt, um dabei innere Organe zu erreichen. Dieser „cuti-viszerale“ Reflex lässt sich wie folgt erklären:

An unserer Wirbelsäule treten Nerven aus, die sowohl Organe, als auch dazugehörige Hautareale versorgen. Werden diese Hautareale und das darunterliegende Gewebe durch Blutegeltherapie oder Schröpfen gereizt, wirkt sich dies ebenso auf das Organ aus, das von denselben Nervenfasern versorgt wird.

Schröpfen:
Mithilfe von Unterdruck, der durch aufgesetzte Schröpfgläser entsteht, wird die Haut und das darunter befindliche Gewebe angehoben. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden verbessert, zu den Zellen gelangen wieder mehr Sauerstoff und Nährstoffe, die den Stoffwechsel voranbringen. Die Therapie wird zur Entlastung oder zur Anregung des Organismus angewandt.

Blutegeltherapie:
Es werden dem Patienten ein oder mehrere Egel angesetzt. Die Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) werden von Zuchtanstalten angefordert und gelten als „Medikament“. Die Wirkung besteht zum Einen in der Verbesserung von Fließeigenschaften des Blutes (und somit bessere Versorgung von Organen bzw. krankhaften Arealen) und zum Anderen in antientzündlichen und antibiotischen Effekten, die durch die Sekrete des Egels hervorgerufen werden.
 

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